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Künstlerinfo zur Tour: Nikko Weidemann

 

Nikko Weidemann

 

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Tour beendet

Tourdaten / Konzerte:
>> 22.01.2010 - 04.08.2010

 

Genres: Rock: Singer/Songwriter (Soul, Pop, Indie Pop)

Herkunft: Deutschland

Kurzbeschreibung: Der singende Pianist, dessen Reise in einer Reha-Klinik gleich an der Zonengrenze beginnt.

 

Band-URL: http://www.nikkoweidemann.de/

Songs:

http://www.myspace.com/nikkoweidemann

Beschreibung/ Presseinfo:

Die Vielzahl seiner Veröffentlichungen zeugt von einer rastlosen Muse. Die Liste illustrer Musiker, mit denen Nikko Weidemann Studio, Bühne und Songschreibefeder geteilt hat, zeugt von Können und offenem Geist. Nun schliesst sich für den singenden Pianisten ein Schaffenskreis. "Schöne Schmerzen" ist das erste Album, das er schlicht und aufrichtig unter seinem Geburtsnamen veröffentlicht. Und zum ersten Mal seit seinen Anfängen im post-punkigen Berlin singt Weidemann auch wieder in seiner Muttersprache: Deutsch.
Die Reise beginnt in einer Reha-Klinik gleich an der Zonengrenze im amerikanisch besetzten Hessen, wo der Vater Chefarzt ist. Die musikverrückte Mutter spielt pausenlos Mozart und Schlager, die amerikanischen Soldaten dagegen James Brown und Frank Zappa, klein Nikkolai übt am Piano Bach und Bartok. Zappa sitzt am tiefsten. Im Frühjahr 1979 folgt der 17jährige Nikko der Sitte jener Tage und "trampt" zum Zappa-Konzert in die Frankfurter Jahrhunderthalle. Viel zu früh ist er da. Ein Roadie erbarmt sich seiner und führt ihn auf die Bühne. Bald sitzt er hinter den Keyboards und klimpert drauflos. Als der Bandleader zum Soundcheck erscheint, ist die Jam-Session mit Nikko und einer Bande von Roadies in vollem Gange. Zappa zeigt sich beeindruckt und lädt ihn ein, sich zur Vorspielprobe in Los Angeles einzufinden. Nikko scharrt das Taschengeld zusammen und fliegt alsbald über den Atlantik. Im Grunde ist es ihm dann jedoch nicht unrecht, dass Zappa doch keine Zeit hat für ihn hat, der doch inzwischen die Talking Heads entdeckt. Zurück in Deutschland sind ganz schnell die Haare ab, auf dem Plattenteller drehen sich nun Gang of Four, Joy Division, DAF und Fehlfarben und statt an die Musikakademie Berklee zieht Nikko nach Berlin. Halleluja! "Die Türen waren offen. Innerhalb von zwei Jahren war ich total drin in mehreren Bands." Flucht nach Vorn mit ihrem Brückenschlag zwischen Defunkt und Kid Creole wird spektakulär. Doch die kreative Idylle ist nicht von Dauer: "Es gab diesen Aufbruch mit DAF und Fehlfarben und ein paar anderen, die pointiert die deutsche Sprache neu benutzt haben. Angeführt von Dieter-Thomas Heck hat es dann aber die deutsche Popindustrie mit der Brechstange geschafft, Imitate zu kreieren, die in der ZDF Hitparade auftraten und diesen Aufbruch zur Travestie machten. Das hat das deutsch Singen auf Jahrzehnte uncool gemacht für mich."
Freundschaften mit Blixa Bargeld, Rio Reiser und Nena schlagen sich in allerhand Studiodokumenten nieder und führen dazu, dass sich Nikkos Wirkungskreis rasant erweitert. Auch Nick Cave und Gianna Nannini bedienen sich seiner Talente. In der Folge gehört er zum Kern der NDW-Supergroup 1. Futurologischer Congress. Nach einem längeren New York Aufenthalt, formiert er 1987 mit Mad Romeo die erste eigene Band. Sie ist auf eleganten Pop angelsächsischer Prägung spezialisiert und wird vom Plattenlabel ACT verlegt, gegründet von NDW-Grössen Siggi Loch, Annette Humpe und Jim Rakete. 1992 zieht Nikko nach London, um mit Produzent Guy Chambers Ideen zu entwickeln. Mit ihm und Produzenten Moses Schneider entsteht das Album "Bird in a Cage", veröffentlicht unter dem Namen Nikko & The Passion Fruit. Da Chambers lieber in London bleibt, um mit Robbie Williams "Angels" zu komponieren, überlässt er Nikko den Job, mit der Live-Band der Sängerin Zoe ("Sunshine on a Rainy Day") durch die USA zu touren. Berlin raved inzwischen im Delirium des Love Parade/Techno-Fiebers : "Etwas in mir wollte einfach nicht in diesen Rhythmus mit rein", sagt Nikko. "Dann ging halt die Tür nach Amerika wieder auf und das hab ich am Schopf gepackt und bin weg." In New York entsteht ein weiteres Passion Fruit-Album. Allerdings ist in Deutschland nun eine Casting-Gruppe mit gleichem Namen in Erscheinung getreten. Ein finanzieller Vergleich kostet Nikko zwar den Namen Passion Fruit, bringt ihm aber die Freiheit, sich eine Weile seinem erneuten New Yorker Experiment widmen zu können. Dazu gehören erste Film- und TV-Soundtracks, aber auch Verbindungen mit Sean Lennon, Yoko Ono und Produzent Jeremy Stacey (eine süffige Sammlung von Aufnahmen aus der Zeit erscheint 2006 als "Somersaults" unter dem Namen King Capsule). 2003 zieht es Nikko nach Berlin zurück. Vorerst konzentriert er sich auf Filmmusik und arbeitet wieder mit Nena. Sein Song "Dont Stress Out" wird Titelmusik der Sitcom "Bewegte Männer". Er schreibt Lieder und Filmmusiken für Filme wie "Gegen die Wand", "Am Tag als Bobby Ewing Starb", "Märzmelodie", "Mein Tod ist nicht Dein Tod", "Requiem", "Schimmelreiter" und "Schwerkraft". 2004 lernt er Christian Neander kennen, den Gitarristen und Komponisten der auseinandergebrochenen Hamburger Rockband Selig.
"Mark Eitzel hat mal zu mir gesagt: "As a songwriter you have to put yourself in a position that you cannot back out of, except with a song. Das hab ich mir immer gemerkt. Das war wie ein Diktum." Nikko und Christian Neander machten sich daran, dieses Diktum als Team in die Praxis umzusetzen: ""Wart auf Mich" ist noch mit zwei Augen entstanden und "Wie ein Idiot" auch." Dann sitzt Nikko eines Abends vor einer Bar in Berlin, ein Fremder beleidigt seine Begleiterin, Nikko spricht ihn an, da rammt ihm dieser Mann, den er nie zuvor gesehen hat, aus dem Nichts ein Glas ins Auge. "Als das passiert ist, war Christian wirklich subito da. Drei, vier Tage lang hat er mich im Krankenhaus förmlich bewacht. Das war in der Beziehung zwischen uns eine wahnsinnige Markierung. Das Album wäre sicherlich auch entstanden, wenn das nicht passiert wäre. Aber es hat eine existentielle Verdichtung geschaffen, die die Platte informiert."
"Schöne Schmerzen". Niemand anders hätte diese Sammlung von neuen, deutschen Chansons schaffen können. Darum steht auf dem Cover auch kein cleverer Bandname. Sondern nur: Nikko Weidemann. (Text: Presseinfo)

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