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Gesehen! Reel Big Fish, Sonic Boom Six, Bandgeek Mafia / 2.2.10, Hamburg, Grünspan

Präsentiert von POP FRONTAL

Flotter Dreier

Text: Mathias Frank

 

Reel Big Fish auf der Bühne. Das bedeutet Spaß, gute Laune, Ska-Punk und ein kurzweiliges Vergnügen. Und häufig auch interessante Vorbands. In der Vergangenheit brachten die Herren unter anderem Zebrahead, The Match und die wunderbaren Streetlight Manifesto mit. Diesmal durften Bandgeek Mafia aus Trier und Sonic Boom Six aus Manchester anheizen.

Reel Big Fish

Es war noch etwas leer, als erstgenannte begannen. Anfänglich hielt man sie für nur eine weitere Skapunk-Band, mit der Zeit aber wurde aus den Jungs eine mehr als spannende Sache. Denn neben Donots-Poppunk und Trompeten-Spielereien mischten sie immer wieder Hardcore-ähnliche Schreiattacken. Screamska könnte man das Resultat nennen. Eine positive Überraschung aber war es ganz bestimmt.

Die anschließenden Sonic Boom Six begannen dubbig und tanzbar und zeigten im Laufe ihrer halben Stunde dann ihre ganze Bandbreite. Pop, Hip Hop, Elektro, Punk, Dub - hier wurde Blondie mit der Asian Dub Foundation gekreuzt, Deadline mit The Streets. Manchmal machte das großen Spaß, manchmal ging es auch daneben. Was viele aber nicht davon abhielt, sich erst ein wenig warm zu tanzen und sich anschließend von der am Merchandise-Stand Shirts und CDs verkaufenden Sängerin Laila K. Autogramme auf den Arm schreiben zu lassen. Stellt sich die Frage: Waschen die sich etwa nicht?

Bei Reel Big Fish wurde es dann endgültig voller. Zwar war der Oberrang des Grünspans geschlossen, im Innenraum aber tummelten sich Leute jeglichen Alters und musikalischer Zuordnung. Da stand der Skater neben dem Iroträger, der Metalhead neben dem alten Mann. Und alle freuten sich, als Reel Big Fish mit "Sell Out" loslegten. Im Laufe des Abends dann spielten sie sich durch ihr mit Hits wie "New Version Of You" oder "Everything Sucks" gespicktes Set, holten sich für "She Has Girlfriend Now" Laila vom Support auf die Bühne und versuchten sich an "Enter Sandman" und "Brown Eyed Girl".

Und auch wenn sie auf die ganz großen Sprüche verzichteten, sorgten sie damit für die erwartete gute Laune. Pogo vor der Bühne, Wippen am Bierstand, Lachen im Flur. So muss es sein. Nach dem mächtig großartigen "Take On Me" gab es erst den legendären "Another FU Song" und einen kurzen, aber ulkigen Ausflug in den Deathmetal. Nach über einer Stunde beendeten die Herren aus Kalifornien einen heißen Abend im eiskalten Hamburg. Bis zum nächsten Mal, Jungs. Hat Spaß gemacht.

 

 

Links:

>> Info/Tourdaten Reel Big Fish bei POP FRONTAL

>> Live-Tipp (20.10.09): Reel Big Fish - Kochende Ska-Punk-Kasper

>> Reel Big Fish: Fame, Fortune and Fornication - Reinhören und Kaufen bei amazon.de

>> Homepage Reel Big Fish

>> Reel Big Fish @ Myspace

>> Sonic Boom Six @ Myspace

>> Bandgeek Mafia @ Myspace

 

Reel Big Fish

Reel Big Fish

 

Reel Big Fish

Reel Big Fish: Fame, Fortune and Fornication

(Rykodisc / Warner)

 

 

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